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Nette
Leute aus Lausanne empfahlen mir den Besuch von Mull als ruhigere Alternative
zur Insel Sky. Auf dem Weg dorthin schwärmte eine hübsche Maid aus Glasgow
von der Schönheit Obans und den leckeren Muffins von Mull. Außerdem versprach
mein Reiseführer, daß die Überfahrt von Oban nach Mull als schönste Fährverbindung
Schottlands gelte und gleichzeitig der Hauptort der Insel, Tobermory, auch
der schönste schottische Hafenort sei. Die vielen Vorschußlorbeeren wollten
erlebt sein. Während der Überfahrt schlängelt sich die Fähre durch eine
Vielzahl kleiner Inseln. Man hat immer einen Felsen, einen Leuchtturm,
ein Castle oder ein anderes Fotomotiv im Blickfeld. Erwartungsvoll wählte
ich bei der Ankunft im Hafen von Craignure den direkten Weg nach Tobermory
über die Küstenstrße der östlichen Inselhälfte . Von den landschaftlichen
Eindrücken war ich allerdings zunächst nicht so besonders begeistert und
fragte mich nach dem Sinn des Inselbesuchs. In Tobermory stellte sich die
Frage schon nicht mehr. An der Hafenpromenade sind viele Häuser bunt bemalt.
Das will man doch gesehen haben. Eine Reihe kleiner Shops mit lokalen Produkten
führen zudem in finanzielle Versuchung. Nach einer ausgiebigen Pause mit
dem Genuß mehrerer Muffins folgte ich dann der Küstenstraße zur westlichen
Inselseite. Hier wird es dann landschaftlich richtig schön. Fans des wilden
Campings können an diesem Küstenabschnitt idyllische Plätzchen finden.
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