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dem schön-beschaulichen Gairloch und der Metropole des Nordwestens, Ullapool,
bietet die Wegstrecke abwechselnd Berge und Fjorde. Bei dem Örtchen Poolewe
lohnt ein Photostop. Von der Flußbrücke im Ort hat man einen sehr schönen
Blick auf das Loch Maree. Eine weitere Attraktion der Wegstrecke findet
sich am Gruinard Beach. Hier verläuft die Straße etwa 250 m oberhalb des
Strandes und gestattet einen Superblick auf einen Traumstrand. Jedenfalls
war der Parkplatz voll von sichtlich beeindruckten Touristen. Ich zählte
sogar sechs Landschaftsmaler mit aufgebauten Staffeleien. Nach einem Abstecher
ins Landesinnere folgt die Straße dem Loch Broome und man erreicht den
landschaftlich ansprechend gelegenen Fischerei- und Fährhafen Ullapool.
Besucher haben hier ausreichende Gelegenheiten Geld in Shops und Gastronomie
auszugeben. Touristen flanieren am Hafen. Ein- und auslaufende Fischerboote
und Fährschiffe sorgen dafür, daß es da auch immer etwas zu beobachten
gibt. Schließlich trifft man sich auf der Terrasse des Seaforth. Insgesamt
gesehen ist Ullapool ein sehr angenehmer Ort und ich verbracht dort ein
paar schöne Tage. Als letztes Etappenziel hatte ich mir den Ort Durness
im nordwestlichen Zipfel Schottlands ausgesucht. Beim Start in Ullapool
steht zur Auswahl einmal die durch karges Bergland führende Inlandroute.
Ich entschied mich aber für die Küstenroute. Über weite Strecken schlängelt
sie sich als einspuriger Single Track mit zum Teil heftigen Steigungen
und unübersichtlichen Kurven an der Küste entlang. Ähnlich wie bei dem
Single Track auf der Movern Halbinsel erfordert auch hier die Steuerung
des Fahrzeugs volle Aufmerksamkeit. Obwohl die Ecke absolut einsam ist,
hat man gelegentlich unerwarteten Gegenverkehr oder Schafe blockieren ungerührt
den Weg. Im Gegensatz zu Ullapool ist in Durness recht wenig los. Allerdings
verfügt der Ort mit seinen Bilderbuchstränden über einen absoluten Pluspunkt.
Der schönste Strand, Sango Sands, liegt sehr reizvoll von Steilklippen
eingerahmt in der Ortsmitte. Vom Campingplatz direkt oberhalb der Steilkante
hat man eine tolle Aussicht auf Klippen, Strand und Meer. Für mich war
Sango Sands der Platz mit der besten Lage aller besuchten schottischen
Campingplätze. Beeinträchtigt wurde die Freude über den Superstandort allerdings
von einen mehrtägigen Sturm, der die tiefhängenden Regenwolken auf die
Klippen drückte und ins Meer wehte. Einerseits ein interessantes Schauspiel,
wenn es aber kein Ende findet, wird die Stimmung irgendwann mit ins Meer
geweht. Nach einem dreitägigen Intensivtest meiner in Ullapool erstandenen
Wetterjacke endete der Sturm pünktlich zum Beginn meiner Rückreise.
Das
war es, über einen Eintrag in mein Gästebuch würde ich mich sehr freuen.
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