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Göreme
An einem Sonntag früh morgens startete ich die Etappe von Egirdir zum Göreme Tal in Kappadokien/ Zentral Anatolien. Die Aussichten auf die Seen des Göller Bölgesi Gebietes sind sehr beindruckend. Bei Beysehir am gleichnamigen See biegt eine Straße nach Osten in Richtung Konya ab und führt durch ein einsames Gebirge. Hier ist es nun wirklich sehr einsam und ich war froh, daß ich mir in Beyshehir eine Tankpause gegönnt und auch an Verpflegung gedacht hatte. Ab einem bestimmten Punkt war es mit der Einsamkeit vorbei und eine Vielzahl picknickender Familien kündigte die Nähe von Konya an. Hinter Konya biegt von der Straße nach Ankara eine weitere Straße in Richtung Nordosten nach Aksaray ab. Die nächsten 138 KM führen dann schnurgerade durch eine kahle Hochebene. Die Fahrt nach Askaray gestaltete sich dementsprechend sehr monoton.Von hier bis zum Göreme Tal mußte ich noch weitere 80 km bewältigen, die sich quälend hinzogen,  da auf diesem Streckenabschnitt viele Ausflügler unterwegs waren, die das Reisetempo gewaltig bremsten. Endlich hatte ich einen der Campingplätze im Göreme Tal erreicht. Der Platz war fast vollständig von türkischen Familien besetzt, die sich dort als Tagesgäste um die zahlreichen Picknicktische  gruppierten. Als einziger Übernachtungsgast und offensichtlich auch als einziger Ausländer begann ich mein Camp aufzubauen und war sofort die Attraktion für die Kinder.  Für sie waren meine Ausrüstungsgegenstände absolut interessant und sie probierten auch sehr artig ihre Englischkenntnisse an mir aus. Irgendwann ließ das Interesse der Kinder nach und ich konnte den Aufbau des Camps abschließen und ungestört einen Kuchen essen. Für meine türkischen Nachbarn war das wohl ein Signal, denn ein kleines Mädchen überrichte mir einen Teller vollgepackt mit Kuchen und anderen Speisen. Mit Hinweis auf meinen eigenen Kuchen wollte ich den Teller eigentlich nicht annehemen. Das Mädchen erklärte mir in englischer Sprache sehr nachdrücklich, daß ich das Angebot auf keinen Fall ablehenen könne. Nun gut,  so war für die nächste Mahlzeit gesorgt.  Das gleiche Muster erlebte ich wiederholt im weiteren Reiseverlauf auf Campingplätzen mit überwiegend türkischem Publikum. Nach Sonnenuntergang hatte ich den Platz für mich ganz alleine. Allerdings auch nicht ganz, denn die  Kellner des Platzrestaurants fanden meine Campingausrüstung, das Auto und mein Mountain Bike total interessant und ich war wieder Gegenstand ungeteilter Aufmerksamkeit.  Erst am nächsten Tag konnte ich dann meine eigene Aufmerksamkeit dem Göreme Tal widmen. Mich erwartete ein außerordentliches landschaftliches Highlight. Zwischen den Orten Nevsehir, Ürgüp und Avanos erstreckt sich über 300 km² eine Landschaft, die aus Felskegeln und Erdpyramiden märchenhafte Formen gebildet hat. In diesen Formen finden sich dann Felsenkirchen mit Wandmalereien und Wohnungen. Wegen der großen Ausdehnung muß man schon mobil sein. Örtliche Veranstalter und Veranstalter aus Ankara und den Ferienzentren an den Küsten sorgen dafür, daß den ganzen Tag über etliche Autobusse Touristen durch das Gelände transportieren. Mit eigenem Fahrzeug kann man auch individuelle Erkundungen vornehemen. 
An der Straße von Nevsehir nach Ürgüp
Felsnadeln, soweit man sehen kann, und Ürgüp mittendrin.
Felsenkirchen bei Göreme
Formationen
in allen Variationen
Nach den Tagen im Göreme Tal verließ ich Zentral Anatolien in Richtung Süden um an die Südküste zu gelangen. Bitte klicken.